Unser Hospiz-Wiki erklärt Ihnen die meist gebäuchlichsten Begriffe der Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Ambulant
bezeichnet medizinische Behandlungen oder Pflegeleistungen, bei denen der Patient das Krankenhaus oder die Praxis nur vorübergehend besucht und sie spätestens zur Nacht wieder verlässt.

Hospizdienste - Hospizgruppen
Hauptamtliche (KoordinatorInnen) und ehrenamtliche BegleiterInnen arbeiten Hand in Hand, um eine optimale Begleitung zu ermöglichen. Mindestens ein/e hauptamtlich/e Mitarbter/in (Koordinator/in) übernehmen die Einsatzplanung, Qualifizierung und Auswahl der ehrenamtlichen Begleiter. Hauptamtliche KoordinatorInnen haben viele Aufgaben, z.B. sich um Sterbende / Trauernde und deren Familien zu kümmern. Ihre Aufgaben sind sowohl die Vernetzung mit anderen Institutionen, Ausbildung der ehrenamtlichen Begleiter und Öffentlichkteisarbeit.

Hospiz
Hospiz (lat. hospitium = Herberge , Gastfreundschaft) ist eine stationäre Pflegeeinrichtung zur Sterbebegleitung. Meist umfasst ein Hospiz zwischen 8-16 Pflegeplätze. In der häuslichen Atmosphäre wird die Betreuung durch Pflegepersonal, dem behandelnden Hausarzt und/oder dem Palliativmediziner gewährleistet. Die Aufnahme in ein Hospiz ist dann sinnvoll, wenn die Pflege des Sterbenden zuhause nicht mehr möglich ist. Für den Patienten und seine Familie entstehen keine Kosten.
Adressen der Hospiz und Palliativversorgung finden Sie unter:
ALPHA NRW oder Hospiz- und Palliativverband Deutschland

Palliativ
bedeutet lindernd (lat. pallium - Mantel, die Decke)

Palliativmedizin
ist eine Erkrankung nicht mehr heilbar und weit fortgeschritten, sodass die Lebenserwartung begrenzt ist, steht die Palliativmedizin dafür ein, Leiden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Palliativmedizin bejaht das Leben und betrachtet das Sterben als einen natülichen Vorgang. Gemeinsam mit Hausärzten, Pflege- & Hospizdiensten arbeitet der Palliativmediziner in einem multidisziplinären Unterstützungssystem zusammen.

Palliativpflege
ist die ganzheitliche Pflege von Patienten mit dem vordergründigen Ziel einer bestmöglichen Behandlung von Schmerzen und weiterern Symptomen. Es gibt ambulante Pflegedienste die notwendige Zusatzqualifikation für palliative Pflegeleistungen haben.

Palliativstationen
oder Palliativeinheiten sind Stationen in einem Krankenhaus. Hier werden Patienten mit komplexer, medizinischer, pflegerischer und psycosozialer Symptomatik bei akutem hohen Betreuungsaufwand gepflegt. Das Behandlungsziel der Palliativstation ist die bestmögliche Linderung der Symptome. Es wird die Entlassung des Patienten in die häusliche Umgebung angestrebt.

Patientenverfügung
ist eine Willenserklärung über medizinische Versorgung und Behandlungen, für den Fall, dass der eigene Wille nicht mehr geäussert werden kann. Siehe auch Vorsorgevollmacht

PEG-Percutane endoskopische Gastrostomie
ist eine Form der künstlichen Ernährung. Durch die Haut wird eine Ernährungssonde zum Magen geführt. Der Einsatz einer PEG in der Sterbebegleitung wird sehr kontrovers diskutiert. Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig mit dem Thema "künstiliche Ernährung" auseinander zu setzen und dies mit gesetzlichen Vertretern zu besprechen oder in einer Patientenverfügung fest zu halten.

PCT & PKD
PCT = engl. Palliative Care Teams 
PKD = Palliativmedizinische Konsiliardienste
stellen die ambulante Versorgung mit speziell geschulten und erfahrenen Medizinern und Pflegekräften sicher.

SAPV-Teams
SAPV= spezialisierte ambulante Palliativversorgung
Seit 2007 besteht ein Rechtsanspruch auf die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Die 24-stündige Erreichbarkeit der SAPV-Teams an sieben Tagen der Woche und die vernetzte Tätigkeit von in der Palliativversorgung ausgewiesenen Berufsgruppen sind unverzichtbar, um Schwerkranken ein würdiges Sterben zuhause, in stationären Pflegeeinrichtungen oder Hospizen zu ermöglichen.
Quellennachweis: wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de

Stationär
ist die Versorgung durch Pflegepersonal in einer Einrichtung wie z.B. dem Krankenhaus, im Altenheim oder im Hospiz.

Vorsorgevollmacht
ist eine Willenserklärung über alle Rechtsangelegenheiten, für den Fall, dass man diese nicht mehr selbst ausführen kann. Siehe auch Patientenverfügung.