Die Begegnung mit dem Sterben und Tod , je nachdem wie nah sie in das Lebensumfeld kommt, ist für ein Kind eine gravierende Erfahrung. Im Gegensatz zu einem Erwachsenen hat das Kind kaum oder noch keine Erfahrung mit dem Tod. Hinzu kommt, dass wir Erwachsenen das Kind bewusst oder unbewusst von Sterben und Tod fernhalten, um es verständlicherweise zu schützen.

Hat ein Kind einen engen Angehörigen ( Eltern, Geschwister oder Großeltern) verloren, ist es wie wir Erwachsenen auch, von Trauer überwältigt. Je nach Lebenserfahrung äussert ein Kind auf unterschiedlichster Weise seine Trauer.

Wir müssen unseren Blick auf das Lebensumfeld des Kindes in Bereichen wie z.B. Kindergarten, Schule oder Vereine richten. Dort erlebt das trauernde Kind keine gleichaltrigen Kinder die ebenfalls trauern. Das Leben geht weiter. Eine Anteilnahme, wie wir es in der Welt der Erwachsenen kennen, gibt es nur selten. Unter seinesgleichen ist das Kind mit seinen trauernden Gefühlen allein. Kinder leben im "Hier und Jetzt". So spielt ein Kind in der einen Minute noch übermütig und fröhlich, doch im nächsten Augenblick kann es von großer Trauer überwältigt sein. Dann ist Zeit und Empathie das Wichtigste. Doch ist es unsagbar schwer für die Betreuungspersonen, die gleichzeitig die Aufsicht weitere Kinder haben, dem trauernden Kind die notwendige Ruhe und Aufmerksamkeit zu geben ...

Ein Kind versteht Sterben, Tod und Trauer, es liegt an uns, wie wir mit dem Kind die Lebenserfahrung teilen, damit es diese unbeschadet und gestärkt  durchlebt.