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Hospizgruppe

Selm - Olfen - Nordkirchen e. V.

 

Selm/Olfen/Nordkirchen.

Mit der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen" startete im Jahr 2008 ein Projekt, das die Palliativ-Versorgung und die hospizliche Begleitung sterbenskranker Menschen vom Rand der Gesellschaft mehr zur Mitte hin bewegen soll. Mittels fünf Leitsätzen werden Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe festgeschrieben. Hierdurch soll die Versorgung verbessert und ein würdevolles, selbstbestimmtes Sterben gewährleistet werden. Immer im Mittelpunkt steht dabei der betroffene Mensch. Mit seiner Unterschrift kann jeder bekunden, dass er sich im Sinne der Charta für die Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörigen einsetzt. Über 25.000 Menschen in Deutschland haben die Charta zur Betreuung sterbender Menschen  unterzeichnet. Verschwindend wenige, gemessen an der Gesamtbevölkerungszahl von Deutschland. Allerdings stammen etwa 1.600 Unterschriften davon aus Selm, Olfen und Nordkirchen.

Von Sabine Geschwinder

Die meisten Menschen würden wohl folgenden Satz unterschreiben:

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.“

Das Interessante ist, sie könnten diesen Satz sogar unterschreiben. Aber sie tun es nicht. Der Satz ist der erste Leitsatz der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Also einer Vereinbarung. „Allein dieser erste Leitsatz müsste eigentlich selbstverständlich sein“, sagt die Hausärztin Dr. Antje Münzenmaier.

 

Die Charta hat insgesamt 5 Leitsätze*

1. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.

2. Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht auf eine umfassende medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung und Begleitung.

3. Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht auf eine angemessene, qualifizierte und bei Bedarf multiprofessionelle Behandlung und Begleitung.

4. Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht darauf, nach dem allgemein anerkannten Stand der Erkenntnisse behandelt und betreut zu werden.

5. Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat ein Recht darauf, dass etablierte und anerkannte internationale Empfehlungen und Standards zur Palliativversorgung zu seinem Wohl berücksichtigt werden.

*die Grundsätze sind noch weiter ausformuliert, wir geben an dieser Stelle aber jeweils den ersten Satz wieder. Der vollständige Wortlaut der Charta findet sich auf der Seite www.charta-zur-betreuung-sterbender.de

2007 wurde der Grundsatz für die Charta in Budapest gelegt, die European Association for Palliative Care (EAPC) wollte damit dafür sorgen, dass die Betreuung für Sterbende besser wird. 2010 haben sich dann 50 Institutionen aus 18 Ländern auf die Grundsätze geeinigt.

Möchten Sie ehrenamtliche SterbebegleiterIn werden? Dann freuen wir uns auf Sie!
Vorkenntisse für eine Ausbildung zum SterbebegleiterIn ist nicht erforderlich.

Aufgabenbereiche:
Als ehrenamtliche SterbebegleiterIn verschenken Sie Zeit:

  • für persönliche Gespräche
  • zum Zuhören
  • für Gefühle, Ängste und Sorgen
  • für kleine Unternehmungen
  • zur Entlastung von An-/Zugehörigen

Die Ausbildung:
In einem Befähigungskurs der ca. 80 theoretisch und praktische Stunden umfasst, erfahren und lernen Sie alles, was Sie für Ihre Tätikgeit als SterbebegleiterIn brauchen.

Themenübersicht

Kosten für den Befähigungskurs:
Die Kosten für den Befähigungskurs zu/m/r SterbebegleiterIn betragen 120 Euro. Darin sind Verpflegungskosten für die Tagesveranstaltungen enthalten. Fachbezogene Schulungsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Erstattung des Kursbetrages von 100 Euro kann nach einer einjährigen ehrenamtlichen Mitarbeit in unserer Hospizgruppe erstattet werden.

Nächstes Kursangebot (erstes Halbjahr 2020): Wir laden Sie herzlichst zu einem Informationsabend ein am:

Dienstag, den 26.November 2019 um 18 Uhr
Geschäftsräume Selm, Kreisstraße 89 (Eingang im Hinterhof)

Voraussichtliche Kurstermine & Themenübersicht

 

Bereits ausgebildet:
Seit 2013 nahmen in 5 erfolgreich druchgeführten Befähigungskursen 33 Teilnehmer teil. Als ehrenamtlich/e/r SterbebegleiterIn unterstützen davon ca. 24 Personen heute unsere Hospizgruppe. Insgesamt sind derzeit ca.45 Personen aktiv als ehrenamtlich/e/r BegleiterIn im Einsatz. 

Eine Umfrage des Deutschen Hospiz- und Palliativerbandes legt offen, dass ca. 66% der Bürger zu Hause sterben möchten. Seit nunmehr über 20 Jahren haben es sich ambulate Palliativnetzwerke und Hospizvereine zur Aufgabe gemacht, den Wunsch daheim sterben zu können, möglich zu machen. Mit dem demographischen Wandel ist es zu erklären, dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung immer höher wird. Diese Diskrepanz zu ändern ist unser Ziel.

In den Gemeinden Selm und Nordkirchen fand der "Tag des Friedhofs" bereits großen Zuspruch.

Der "Tag des Friedhofs"  ,organisiert von den Gemeinde-/Stadtverwaltungen und der Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen e.V., bietet den Besuchern die Möglichkeit sich über verschiedene Themen zu informieren.

Rund um eine würdevolle Bestattung präsentieren Bestatter und Blumenhändler ihr Angebot. Mit dabei war ein Trauerredner und gab einen Einblick in eine konfessionsfreie Trauerrede. Bei einem ortsansässigen Steinmetz konnten Besucher bei der Arbeit zu schauen und Kinder durften unter Aufsicht des Steinmetzes selbst einmal Hand anlegen.

Für das leibliche Wohl sorgten die Landfrauen mit Kaffee und gespendeten Kuchen von Bäckereien aus dem Ort.

Mit Beginn der Dunkelheit wurde mit musikalischer Begleitung die Lichtillumination eingeläutet.

Ohne die engagierte Unterstützung aller Beteiligten wäre dieser Tag des Friedhofs in Selm und Nordkirchen so nicht möglich gewesen.

Herzlichen Dank dafür.


 

 Vorankündigung: Der nächste Tag des Friedhofs findet am 20. Oktober 2019 in Olfen statt. Der genaue Zeitablauf wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir freuen uns aber schon jetzt auf Ihren Besuch.

 

Der "Tag des Friedhofs" ,organisiert von den Gemeinde-/Stadtverwaltungen und der Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen e.V., bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen zu informieren.

Am 20.Oktober 2019 sollte der "Tag des Friedhofs" in Olfen stattfinden. Aufgrund von Dauerregen an diesem Tag fiel er im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser und wurde abgesagt. 2020 starten wir in Olfen einen neuen Anlauf.

Ablauf:

14.30 Uhr

Einlass

 

15.00 Uhr

Begrüßung und Einleitung

 

Herr Wilhelm Sendermann,
Bürgermeister der Stadt Olfen

Frau Dr. Münzenmaier, 1. Vorsitzende Hospizgruppe
Selm-Olfen-Nordkirchen e. V.

16.00 Uhr 

Vortrag von Frau Goebel von der Hospiz-Gruppe zum
Thema "Kriegskinder, die langen Schatten von Gewalterfahrungen“

16.45 Uhr

Vortrag von Herrn Leushacke vom Heimatverein zum
Thema "Wandel des Friedhofs"

17.00 Uhr

Führung über den Friedhof zu den neuen Grabarten

18.00 Uhr

Andacht in der Trauerhalle

18.30 Uhr

illuminierter Friedhof mit musikalischer Untermalung

 

Zwischen den Programmpunkten besteht genügend Zeit,
um sich an den Informationsständen zu informieren.

Auch für an unsere jungen Gäste wird gedacht. 😉

 

Folgende Informationsstände werden vor Ort sein:

  • Bestattungen Nottenkämper
  • Bestattungen Trogemann
  • Feuerbestattungen Dülmen
  • Steinwerkstatt Middelmann
  • Katholische Kirche
  • Evangelische Kirche
  • Neuapostolische Kirche
  • Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen e. V.
  • Stadt Olfen
  • Rechtsanwälte + Notare Rogge & Gießler
  • Rechtsanwälte  + Notare Linnert & Kokott

Dieses Projektangebot richtet sich an Grundschulen für die 3. und 4. Klassen.

Unsere BegleiterInnen sind speziell für das Projekt "Hospiz macht Schule" geschult.

Am Anfang steht ein Elternabend, bei dem die Inhalte der Projektwoche den Eltern vorgestellt werden und Fragen gestellt werden können.

Mit diesem Projekt werden den Kindern die Themen Sterben, Tod und Trauer kindgerecht nahe gebracht.

Telefon: 0 25 92 - 97 86 156

Kreisstraße 89

59379 Selm

 

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