Der nächste „Letzte Hilfe“ Kurs findet statt am Samstag, den 04.03.2023 von 15 – 18.30 Uhr in der Familienbildungsstätte Selm, Ludgeristraße 111, Raum 1, unter Leitung von Frau Dr. Antje Münzenmaier.
Er ist kostenfrei. Anmeldung unter Tel.02592-9786156

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 v. l. n. r. Anita Becker (HG), Anne Eichler (HV), Sylvia Dotzauer (HV), Gudrun Klier (HV), Antje Münzenmaier (HG)

 

Gemeinsam gut begleitet

Selm ist hospizlich gut aufgestellt – nicht nur beim Stadtfest. Seit fast 20 Jahren begleitet die Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen e. V. sterbenskranke Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Endlich ist in Bork mit dem Bau eines stationären Hospizes begonnen worden. „Unser Durchhaltevermögen hat sich gelohnt“, meint Frau Sylvia Dotzauer, die 1. Vorsitzende vom Hospizverein Zum Regenbogen e. V. . „Wir freuen uns sehr, dass der Hospizverein Zum Regenbogen trotz vieler Steine im Weg nicht aufgegeben hat und demnächst mit dem stationären Hospiz sterbenskranke Menschen hospizlich versorgt werden können, bei denen dies zu Hause nicht mehr möglich ist“, sagt die 1. Vorsitzende Antje Münzenmaier von der Hospizgruppe-Selm-Olfen-Nordkirchen e. V. . Gemeinsam gut begleitet!

 

 

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v. l. n. r. am Stand: Sylvia Dotzauer (1. Vorsitzende Hospizverein), S. Kahlke (Hospizverein), Antje Münzenmaier (1. Vorsitzende Hospizgruppe), Klaus Worms (Hospizgruppe)

Unter diesem Motto präsentierten sich die Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen e. V. und der Hospizverein zum Regenbogen gemeinsam beim Herbstmarkt in Nordkirchen am 2. und 3. Oktober 2021.

Die Hospizgruppe begleitet sterbenskranke Menschen in der Häuslichkeit, also ambulant.

Der Hospizverein baut demnächst ein Hospiz im Selm-Bork, in dem unter bestimmten Voraussetzungen sterbenskranke Menschen stationär aufgenommen werden können.

Somit können beide Vereine sterbenskranke Menschen gemeinsam gut begleiten, sowohl ambulant als auch bald stationär.

Ausstellung 2021Ernste und schwierige Themen, die dennoch alltäglich sind und jeden betreffen: Eine Karikaturen-Ausstellung des Hospizvereins Selm-Olfen-Nordkirchen e.V. in den neuen Geschäftsräumen an der Kreisstraße 51 in Selm widmet sich dem Sterben, Tod und Trauer.

Mit wohl kaum einem anderen Medium als der Karikatur gelingt es, auf derart plakative Weise den Betrachter zu erreichen, bisweilen auch provokativ zu sensibilisieren und zum Nachdenken anzuregen. Seit einigen Jahren erleben wir einen kontinuierlichen Wandel im Umgang mit den Thema Sterben, Tod und Trauer. Die hier ausgestellten Karikaturen spiegeln die Vielfalt menschlichen Verhaltens und Sichtweisen in menschlichen Grenzsituationen wieder. Makaber, verstörend, verniedlichend, tröstend, erheiternd – die Wirkung auf jeden von uns werden unterschiedlich sein.

Finger in die Wunde legen

„Sie hat mir der Himmel geschickt!“, sagt die alte Bäuerin zum Tod, der in der überlieferten Bildsprache als Sensenmann die Titel-Karikatur dieser Ausstellung ist. In dieser wie in den übrigen Karikaturen dieser ungewöhnlichen Ausstellung wird zugespitzt, überzeichnet und humoristisch der Finger in die Wunde unseres heutigen Umgangs mit Sterben, Tod und Trauer gelegt. Die Zeichnungen sollen zum Nachdenken anregen und helfen, dass der Betrach- ter selbst und unsere Gesellschaft eine realistische und zugleich hoffnungsvolle Sicht von Sterben und Tod findet.

Hospizgruppe: Neues Domizil in Selm holt das Thema Sterben ins Leben

Zu sehen sind 83 Blätter und Karikaturen, die sich auf humoristische Weise, aber dennoch sensibel, mit dem zentralen Thema der Ausstellung, dem Tod, sowie Demenz, Todesängsten und Begräbniskultur auseinandersetzen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von insgesamt 45 Karikaturisten aus Deutschland, West- und Osteuropa sowie dem Iran, u. a. von Til Mette, Erich Rauschen- bach, Greser & Lenz, Mil, Burkh, Thomas Plaßmann, Johann Mayr, Marlene Pohle, Petra Kaster, Erik Liebermann, Harm Bengen, Mohammed Akbari.

Leihgeber dieser Wanderausstellung ist die Hospiz-Akademie Bamberg, die sie anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums im Jahre 2012 gemeinsam mit dem Hospizverein Bamberg gestaltet hatte.

 

Besuch Hospizgruppe

Bürgermeister Thomas Orlowski und Beigeordnete Sylvia Engemann haben der Hospizgruppe Selm-Olfen-Nordkirchen einen Besuch in ihren neuen Räumlichkeiten an der Kreisstraße abgestattet. Seit dem 1. Juni 2021 ist die Hospizgruppe in den Räumen der ehemaligen Sparkassen-Filiale an der Kreisstraße. „Die neuen Räume sind optimal und vor allem für alle besser zu erreichen“, freut sich die 1. Vorsitzende der Hospizgruppe, Dr. Antje Münzenmaier.

30 Ehrenamtliche sind aktuell in der Sterbebegleitung in Selm, Olfen und Nordkirchen aktiv. Weitere neun Personen lassen sich aktuell in einer Fortbildung zum Sterbebegleiter ausbilden. „Das ist eine wichtige Arbeit, die vor Ort geleistet wird“, lobte Bürgermeister Thomas Orlowski das Engagement der Hospizgruppe. Die Arbeit der Hospizgruppe könne helfen, dem Tod als Tabuthema entgegen zu treten.

Jeder Begleiter kümmert sich immer nur um eine Person. Die Begleitung kann, so erklärt Dr. Antje Münzenmaier, von ein paar Wochen bis hin zu Monaten gehen. „Wir besuchen die Patienten zu Hause oder machen, sofern es der Gesundheitszustand zulässt, Ausflüge. Halt so, wie es der Patient wünscht. Oft sind wir einfach nur Ansprechpartner und hören zu.“

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